Wir trauern um Pater Andreas Petith OMI

Die Nachricht des Todes unseres ehemaligen Seelsorgers kam nicht unerwartet, kämpfte er doch seit einiger Zeit mit einem schweren Krebsleiden und doch kann man sich nicht wirklich auf diesen endgültigen Abschied vorbereiten.

Pater Andreas begleitete uns in unserem Schulleben und bot Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium und Mitarbeitenden stets Aufmerksamkeit und Verständnis für die vielen großen und kleinen Probleme des Lebens.

Sein Mitbruder im Nikolauskloster Pater Athanasius beschrieb Pater Andreas in seinem Gedenkgottesdienst am 19. Juli in der Schneekapelle unserer Schule als Macher und aktiven Menschen, der Untätigkeit kaum ertragen konnte.

Unter den Besuchern des Gedenkgottesdienstes waren neben der Schiefbahner Gemeinde auch viele ehemalige und aktive Lehrerinnen und Lehrer sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler, die Abschied nehmen wollten von ihrem sehr geschätzten Seelsorger.

Den Älteren im Kollegium wird vor allem seine Mahnung im Gedächtnis bleiben: „Die Kinder kommen zuerst.“ Dieser Ruf war besonders dann hilfreich, wenn wir versucht waren in den täglichen Wirren aus unerwarteten Herausforderungen wie Personalproblemen oder plötzlichen Neuerungen von Seiten der Bezirksregierung den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

Bei Pater Andreas kam der Mensch, der Hilfe brauchte, immer zuerst. Dass er ein Freund von pragmatischen und unbürokratischen Lösungen für Probleme war, hatte ihm manchen Verdruss mit der Bürokratie seines Ordens eingebracht, das konnte er aber vertreten und so brachte er das Nikolauskloster unter anderem durch seine Messen im Freien zu neuer Blüte und konnte ebenso das Gebäude instand halten und erweitern. 600 Menschen waren bei seiner Gedenkfeier in Jüchen auf der Klosterwiese. 

Auch für unsere Schule bleibt das Nikolauskloster dank seines Engagements ein wichtiger Ort der gemeinsamen Besinnung und des Miteinanders für unsere gesamte Schulgemeinde. 

Wir gedenken seiner in Dankbarkeit.