Am 6. Juli 2026 machten sich 53 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Frau Velten, Frau Heuser und Herrn Kiakos voller Vorfreude mit dem Bus auf den Weg nach Südengland. Schon der erste Reisetag hielt allerdings eine unerwartete Herausforderung bereit: Am Fährhafen in Dünkirchen blieb der Bus aufgrund einer Hydraulikpanne liegen. Neun Stunden mussten wir auf einen Ersatzbus warten. Doch anstatt die Stimmung trüben zu lassen, machten wir das Beste daraus. Schnell wurde eine Musikbox auf dem Parkplatz aufgestellt, es wurde getanzt, Ball gespielt und viel gelacht. Den krönenden Abschluss der langen Wartezeit bildete eine Überraschung des Zolls, der uns sogar Pizzen vorbeibrachte. Gegen Mitternacht war es dann endlich so weit: Der neue Bus traf ein, wir konnten auf die Fähre fahren und nach England übersetzen.
Erst gegen 3 Uhr morgens wurden wir von unseren Gastfamilien in Gillingham herzlich empfangen. Nach gerade einmal zwei Stunden Schlaf hätten wohl die wenigsten gedacht, dass wir am nächsten Morgen pünktlich und erstaunlich fit zur ersten Stadtführung in Canterbury erscheinen würden.
Canterbury begeisterte uns sofort mit seiner wunderschönen mittelalterlichen Altstadt. Sowohl die berühmte Canterbury Cathedral, als auch die verwinkelten Gassen, die charmanten, teilweise schiefen Fachwerkhäuser und die vielen kleinen Geschäfte verliehen der Stadt einen ganz besonderen Charme. Nach einem erlebnisreichen Vormittag ging es weiter in den Küstenort Margate, wo wir den Nachmittag am Strand genießen konnten.
Ein absolutes Highlight der Reise war der Tag in London. Bei bestem Wetter erkundeten wir die britische Hauptstadt und die meisten Schülerinnen und Schüler besichtigten zahlreiche berühmte Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Buckingham Palace, Westminster, Big Ben, den Tower of London und die Tower Bridge. Ein Spaziergang entlang der Themse sowie ein Besuch auf dem Borough Market rundeten diesen unvergesslichen Tag perfekt ab.
Am dritten Ausflugstag führte uns die Reise ganz in den Süden Englands in den Nationalpark Seven Sisters. Die gewaltigen weißen Kreidefelsen wirkten aus nächster Nähe noch beeindruckender als auf jedem Foto. Die meisten aus der Gruppe ließen es sich nicht nehmen, eine der Klippen zu erklimmen und wurden mit einem atemberaubenden Blick über die Küste belohnt. Den Nachmittag verbrachten wir in Brighton, einem bekannten Seebad mit einem langen Kiesstrand, dem historischen Brighton Palace Pier, dem imposanten Royal Pavilion und den verwinkelten Gassen den Lanes.
Viel zu schnell war die gemeinsame Zeit vorbei. Am letzten Morgen verabschiedeten wir uns von den Gastfamilien, die alle Schülerinnen und Schüler mit großer Herzlichkeit aufgenommen und sich während unseres Aufenthalts liebevoll um alle gekümmert hatten.
Ich denke, ich kann für alle Mitreisenden sprechen: Diese Englandfahrt war trotz des holprigen Starts ein rundum gelungenes Erlebnis, das uns noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.
Nadia Heuser