Eine Woche lang (19. – 25.03.2026) durften wir, die Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 8, 9 und 10, während unseres Gegenbesuchs des Französischaustausches in der Stadt Linselles in die französische Kultur eintauchen und dabei viele spannende Momente erleben.
Nachdem wir uns am Donnerstagmorgen von unseren Familien am St.-Bernhard verabschiedet hatten, saßen wir wie auf heißen Kohlen im Bus und waren sehr aufgeregt, unsere Austauschpartner wiederzusehen - wahrscheinlich waren die Franzosen auf ihrer Anreise im November aber noch aufgeregter, da sie uns ja erst noch kennenlernen mussten. Einige von uns hatten sich aber nun bereits zum wiederholten Male zum Austausch angemeldet und kannten also schon ihre Austauschpartner. Die Ankunft wurde in diesem Jahr zuerst einmal in den Familien verbracht, bevor es abends einen „Goûter“ als Empfang gab. Hier wurden schon viele französische Spezialitäten entdeckt, größtenteils sogar selbstgemacht. Von Macarons bis Quiche war alles dabei, sodass wir alle richtig reingehauen haben.
Schon am nächsten Tag war der gemeinsame Ausflug in das Meeresmuseum Nausicaá in Bologne-sur-Mer ein absolutes Highlight. Unsere Mittagspause verbrachten wir zusammen am Strand. Fürs Baden war es zwar zu kalt, aber wir haben alle zusammen Beachvolleyball gespielt, natürlich Willicher gegen Linseller, und die Frühlingssonne genossen.
Das Wochenende wurde wieder jeweils in der Gastfamilie verbracht, z.B. mit Bowling spielen, beim Lasertag, Shoppen oder Sightseeing oder sogar mit einem Ausflug in Paris. Für viele Deutsche war außerdem die Länge des Abendessens besonders am Wochenende überraschend.
Montags sollten wir dann natürlich einmal den normalen Schulalltag mitbekommen. Zu Beginn des Schultages begrüßte uns unser extra angereister Bürgermeister Herr Pakusch und die gerade wiedergewählte Linseller Bürgermeisterin Mme Pollet. Auf dem Schulhof wurden wir von vielen neugierig ausgefragt und standen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Kommuniziert wurde auf Französisch, Deutsch und mit Händen und Füßen. Dabei führten kleine Versprecher zu sehr lustigen Momenten – anstatt ,,Je suis fatigué“ („Ich bin müde‘‘) wurde man durch den Satz „Je suis fromage“ („Ich bin Käse“) auf einmal zu der französischen Spezialität.
Am letzten Tag stand dann ein Ausflug nach Lille auf der Agenda, wo wir eine Stadtrallye gemacht und den Experimental Park auf den Kopf gestellt haben. Hier wurden während des Stadtbummels natürlich noch einige (leckere) Souvenirs für die Familie gekauft.
Am nächsten Morgen stand dann auch schon der Abschied an, der allen nicht gerade leichtfiel. Wir haben aber, teilweise auch in duftenden Naschtüten mit französischem Gebäck, ein großes Stück Kultur mit nach Hause genommen.
Rückblickend war der Austausch eine sehr bereichernde Erfahrung und wir empfehlen allen, die nach uns kommen, auch den Mut zu haben, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Vive les échanges franco-allemands!
Von Franziska Zartner, Amelie Schade, Paul Simon und Jakob Rönz