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St.-Bernhard-Gymnasium

Informatik AG entwickelt Sensoren für das Lüften

Schüler(innen) aktiv gegen Corona

01.09.2021
Fotos: Marcel Andrè
Benedikt André am häuslichen Schreibtisch

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft breiten sich Corona-Viren insbesondere in geschlossenen Räumen aus - daher ist die Gefahr der Ansteckung hier besonders hoch. Dies gilt natürlich auch für Klassenräume, wo viele Kinder (trotz aktueller Klassenteilung) zusammenkommen. Eine wichtige Maßnahme zur Verringerung des Ansteckungsrisikos ist hier neben anderen Dinge wie Maske tragen und allgemeine Hygiene das regelmäßige Lüften.

 

Seit Herbst 2020 gibt es am St. Bernhard Gymnasium für die 5. und 6. Jahrgangsstufe eine Informatik-AG, in welcher interessierte Schüler(innen) die Programmierung von Mikrocontrollern mittels grafischer Entwicklungsumgebung erlernen können. Diese AG erfreut sich hoher Nachfrage und wird von Herrn André, dem Vater von Benedikt aus der Klasse 6D, geleitet.

 

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation hatte sich Benedikt überlegt, ob solche kleinen Computer nicht auch bei der Bekämpfung von Covid-19 helfen können. Inzwischen gibt es zahlreiche Projekte und Konzepte, welche auf das regelmäßige Lüften in Räumen hinweisen. Dazu werden die günstigen Mikrocontroller mit einem kleinen Sensor verbunden, welcher neben Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck auch einen zum CO2-Gehalt der Luft äquivalenten Wert ermittelt. Der CO2-Gehalt der Luft ist ein guter Indikator für die aktuelle Luftqualität. Der Mikrocontroller wird nun so programmiert, dass er regelmäßig eine Messung durchführt und bei Überschreitung von Grenzwerten durch eine farbige Signal-Lampe an das anstehende Lüften erinnert.

 

Inzwischen wurden von Benedikt André zwei Prototypen aufgebaut und programmiert, wovon einer bereits seit Herbst letzten Jahres im Klassenzimmer eingesetzt wird. Es wurde z.B. auch von den Schüler(innen) festgestellt. dass der CO2-Wert während Klassenarbeiten deutlich schneller steigt und man häufiger lüften muss. Der zweite Prototyp in Form einer "CO2-Ampel" ist auf dem Bild in Aktion zu sehen. Es ist geplant - sobald es die Umstände erlauben, im Rahmen der AG weitere Geräte für die Klassenzimmer herzustellen und zu programmieren. Benedikts Klassenlehrer, Herr van Vörden, hat bereits größere Mengen Bauteile besorgt und seine 3D-Druck-AG steht für die Herstellung passender Gehäuse und Halterungen bereit.

 

In Zukunft sind weitere Funktionen wie die dauerhafte Erfassung des Raumklimas und Auswertung der Daten auf einem Schul-Server geplant - ein erster praktischer Einstieg in eine "Smart School".

 

Von Marcel André

 

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