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St.-Bernhard-Gymnasium

Unser aktueller Frankreichaustausch mit Aix-en-Provence und dem „soirée d‘adieu“

13 Schülerinnen und Schüler der Stufe EF werden vom 30.04. bis zum 08.05.2019 von Frau Reinhold und Herrn Bleuzé begleitet.

05.05.2019
Die EF-Gruppe mit ihren französischen Gastgebern sowie Frau Reihold und Herrn Bleuzé. Alle Fotos: Maxime Bleuzé.
Selfie im Bus mit Herrn Bleuzé und Frau Reinhold
Die Gruppe in Marseille
Der Hafen von Marseille
Basilika, Marseille

Hier das Programm des Austausches und ein Bericht von Merle Graßhoff & Elias Sobiech, EF:

Am Wochenende planen die Gastfamilien unterschiedliche Ausflüge, beispielsweise in die Berge der Provence, nach Nizza, Arles oder aber Monaco. Am Montag erkunden die deutschen Schüler nach dem Vormittagsunterricht Marseille, am Dienstag machen sie zusammen mit ihren AustauschschülerInnen eine Wanderung durch die Calanques. 

Ein Tag in der Provence

Wir (insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler der EF) dürfen gerade eine Woche in Aix-en-Provence, einer Stadt im Süden Frankreichs, verbringen und diese und ihre Umgebung erkunden.

Heute, Freitag (03.05.) ist unser dritter Tag und der erste, an dem wir mit unseren AustauschschülerInnen den Unterricht besucht haben. Wir hatten in verschiedenen Klassen jeweils zwei Stunden Unterricht (in Frankreich findet der Unterricht der Oberstufe immer noch in Klassen statt). Uns ist aufgefallen: Der Unterricht ähnelt mehr einer Art Vorlesung. Während die Lehrkraft vorne steht und den Großteil der Stunde redet, melden SchülerInnen sich lediglich, um Fragen zu stellen bzw. auf seltene, explizite Bitte der LehrerIn. Das mag allerdings auch daran liegen, dass das Lycée La Nativité, welches wir besuchen, eine Privatschule ist, eine Schulart, die in Frankreich sehr beliebt ist, daher sind die Klassen sehr groß. Der Unterricht wird oft mit über 30 Schülern geführt, da kann ja kaum jeder zu Wort kommen.

Nach diesen beiden Stunden stand unser heutiger Ausflug an: Mit dem Bus fuhren wir zu der kleinen Stadt Baux-de-Provence, die auf einem der vielen Berge rund um Aix liegt.

Neben diesem Dorf gibt es einen riesigen stillgelegten Steinbruch. Dieser ist heute ein Kunstzentrum (les Carrières de Lumières): An die meterhohen, kreideweißen Wände werden mit Beamern von allen Seiten bewegte Bilder (derzeit Gemälde von Van Gogh) projiziert, zusätzlich läuft Musik aller Art, die den enormen Eindruck verstärkt.

Vorstellen muss man sich einen mehrere 100 qm großen, schätzungsweise 10 Meter hohen Saal, mit Erhöhungen, Säulen und einigen ausgebauten Podesten, der ausschließlich mit den angestrahlten Farben der Gemälde und einigen Notausgang-Schildern beleuchtet wird.

Ein unglaublicher Anblick, der uns Gänsehaut bereitet hat!

Nach diesen atemberaubenden Eindrücken stärkten wir uns zusammen mit unseren Austauschpartnern und den begleitenden Lehrpersonen in Form eines zuvor preparierten « pique-nique ».

Dank dieser Energiezufuhr konnten wir den Weg in das eigentliche Bergdorf Baux-de-Provence ungehindert zu Fuß bewältigen.

Kleine verwinkelte Gassen, begrenzt von ebenfalls nicht sehr großen, alten Häusern, gefertigt aus Stein. Wir dachten, es würde sich um ein lebendiges Dorf handeln, mit verschiedensten Bewohnern, jedoch waren jegliche Personen auf der Straße Touristen, welche, wie wir, das Dorf mit den kleinen Läden in den kleinen Häusern besuchten. Nichtsdestotrotz war der Aufenthalt einen Anblick wert.

Die hinter dem Dorf liegende Aussichtsplattform ließ uns Eindrücke über die Skyline der Provence erhaschen und diese genießen. Von der Burg mit ihrem Dorf im Rücken konnten wir meilenweit verschiedenste Arten von Feldern und Wäldern, vereinzelt durchzogen von Straßen, beobachten, eine wunderbare Aussicht, glücklicherweise bei bestem Wetter.

Am Nachmittag gingen wir dann zurück zu unserem Reisebus und beendeten unseren Ausflug mit Überlegungen, was uns am Wochenende wohl erwarten würde.

Merle Graßhoff & Elias Sobiech

Bericht aus Marseille

Der heutige Tag (06.05.) ist unser vorletzter Tag in Frankreich, den wir in Marseille verbringen durften. Unser Ausflug begann um 11 Uhr am alten Hafen, den wir vorerst zu Fuß besichtigen konnten. Um 12 Uhr startete unsere Tour mit dem „Petit Train” (einer Bimmelbahn in Marseille), durch welchen wir einen ersten Eindruck der kulturellen Stadt erhielten. Daraufhin brachte uns die Bahn zum Höhepunkt der Tour: „Notre-Dame de la Garde”. Die gut erhaltene Basilika befindet sich auf einem Berg hoch über der Stadt, wodurch man einen wunderbaren Blick auf nahezu ganz Marseille und dem türkisblauen Mittelmeer werfen kann. Die Häuser erschienen uns winzig klein und man fühlte sich unglaublich groß. Nach 20 Minuten Aufenthalt begaben wir uns mit dem „Petit Train“ zurück zum Hafen, von wo aus wir unsere Reise zu Fuß fortsetzten. 

Nach einem gemütlichen Picknick liefen wir zum „Les Terrasses Du Port”, einem beliebten Einkaufszentrum, um einen einzigartigen Tag in einer der bekanntesten Städte Südfrankreichs mit etwas Shopping ausklingen zu lassen. Gegen 17 Uhr neigte sich unser Ausflug dem Ende zu und es ging mit dem Reisebus zurück zur Schule. Dort zelebrierten wir die „soirée d‘adieu“ zusammen mit den Eltern der Austauschschüler. Sie brachten provenzalische Köstlichkeiten wie tapenade, crème d‘aubergine, anchoïade usw. mit. Morgen werden wir den Tag mitten in den wunderschönen Calanques verbringen. Salut!! 
Annika Lüttke & Luisa Fürstenberg

Heute, Dienstag (7.5.) war unser letzter Tag in Frankreich, bevor wir am Mittwoch mit dem TGV wieder nach Hause fahren. Unser letzter Ausflug bestand aus einer Wanderung durch die Calanques. 

Zu Beginn gingen wir wieder für eine Stunde mit in den Unterricht. Dieses Mal war es der Deutschunterricht, der schon viel mehr dem Unterricht am St. Bernhard ähnelte. Nach dieser Stunde fuhren wir mit allen mit dem Bus zum Calanques Nationalpark. Von dort aus begannen wir eine Wanderung zu einer traumhaft und schon fast paradiesischen Bucht, um aber dort hinzugelangen, mussten wir erstmal ungefähr eine Stunde wandern. Der Wanderweg bestand abwechselnd aus breiten angenehmen Wegen oder schmalen und teilweise wirklich herausfordernden Wegen. Diese Stunde verging aber wie im Flug, weil man währenddessen mit den anderen Späße machte, sich unterhielt oder die atemberaubende Aussicht genoss. Als wir ankamen, waren wir in einer kleinen ruhigen Bucht. Dort aßen wir dann unser Picknick, gingen mit den Füßen ins türkis schimmernde Meer, lagen in der Sonne und genossen die gemeinsame Zeit. Wir ließen nochmal die angenehme Wärme auf uns wirken, bevor wir morgen wieder zurück nach Willich mit dem kalten Wetter müssen. Als wir dann wieder zurück gehen mussten, konnte man sehen, dass niemand diesen schönen Ort verlassen oder dieses Mal einfach nicht wieder steil bergauf wandern wollte. 

Insgesamt war es ein sehr schöner letzter Ausflug, um nochmal mit allen etwas zu unternehmen und die Schönheit des Südens Frankreichs zu bewundern.

Carolina Eggers & Karoline Kubitz

 

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